Feuerwehr Nieder-Kainsbach

retten - löschen - bergen - schützen

Geschichte

Geschichte der Feuerwehr Nieder-Kainsbach

Historiker sprechen von der Zeit um 400000 vor Christi Geburt, wo der Mensch lernte, das Feuer zu nutzen. Seit dieser Erfindung war von jeher ein Bestreben der Menschheit auch die Gefahr, die von dem Feuer ausgehen konnte, abzuwenden.

Das gemeinsame Erleben von den verheerenden Folgen großer Brandkatastrophen hat schon von altersher dazu geführt, dass sich die Einwohner eines Siedlungskerns, ob Stadt oder Landgemeinde, zur gemeinsamen Bekämpfung dieser Kräfte, des Einzelnen weit übersteigenden Gefahren, zusammschloßen.

In den verschiedenen deutschen Städten und Ländern sind dann im Laufe des Mittelalters und der Neuzeit die verschiedensten gesetzlichen Regelungen getroffen worden, die sich eine zweckmäßige Organisation des Feuerlöschwesens zum Ziele setzten.

Hinsichtlich des Personenkreises, der für die Feuerlöschhilfe in Anspruch genommen wurde, galt dabei bis etwa Mitte des vorigen Jahrhunderts der Grundsatz, dass die Hilfe bei der Bekämpfung von Schadenfeuern eine Angelegenheit aller geeigneten Gemeindeangehörigen sei.

Um die Mitte des vorigen Jahrhunderts wurden in einzelnen größeren Städten erstmalig besondere Berufsfeuerwehren gebildet, die aus besonders geschulten, haupütamtlich tätigen Personen zusammengesetzt wurden, so in Berlin im Jahre 1851. In den mittleren und kleineren Städten und auf dem flachen Lande, wo die Anstellung von hauptamtlich tätigen Berufsfeuerwehrmännern mit Rücksicht auf die Kostenfrage nicht in Frage kam, blieb es im wesentlichen bei der früheren Entwicklung.

Es bildeten sich unter den Ortsbewohnern besondere Verein, die sich die Abwehr von Schadenfeuer und die nötige Ausbildung ihrer Mitglieder zum Ziele setzten.

Wo sich derartige Vereine nicht freiwillig bildeten, wurde insbesondere in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts durch Polizeiverordnungen nachgeholfen, die die löschfähigen Personen zu sogenannten Pflichtfeuerwehren zusammenschlossen. Im übrigen aber wurde die Organisation des Feuerlöschwesens als eine kommunale, polizeilichen Zwecken dienende Veranstaltung angesehen, deren Regelung im einzelnen einem Ortsstatut überlassen wurde.

„RETTEN – LÖSCHEN – BERGEN – SCHÜTZEN“ , dies sind die Aufgaben einer Feuerwehr. Bei der freiwilligen Feuerwehr finden sich Bürger zusammen, die unentgeltlich und ehrenamtlich eine nicht einfache Aufgabe übernehmen. Die wachsenden Anforderungen an den Brandschutz erfordern heute ein umfassendes Maß an Wissen und Können, welches mühsam und in der Freizeit erworben werden muß.

Darüber hinaus wird die ständige Bereitschaft gefordert, Im ernstfall und ohne eigene Rücksicht, seine ganze Kraft, häufig auch unter Einsatz seiner Gesundheit, Leben zu Retten oder Schaden abzuwehren.

In den letzten Jahren wurde der Wunsch seitens des Vorstandes und der „Aktiven“ immer intensiver, die spezielle Geschichte der freiwilligen Feuerwehr Nieder-Kainsbach anhand des gesammelten Materials wie Aufzeichnungen, Vermerke, Zeitungsausschnitte, Bilder und dergleichen festzuhalten und in Form einer Chronik zusammenzufassen.

ND.-Kainsbach i. J. 1990

Bevor in Nieder-Kainsbach die freiwillige Feuerwehr gegründet wurde, oblag der Brandschutz der „Pflichtfeuerwehr“. 2 – 3 Mal jährlich kamen die Feuerwehrmänner zusammen und führten mit ihren altertümlichen Geräten Übungen durch. Andere Gemeinden hatten bereits damals eine Freiwillige Feuerwehr. Im Jahre 1951 wurde der Drang zu einer FFW in Nieder-Kainsbach laut. Die jungen Feuerwehrmänner wollten nicht mehr an den alten geräten üben, die bei einem eventuellen Brand nicht mehr wirkungsvoll, eingesetzt werden konnten.

Der Kalender zeigte den 12.08.1951 an, als Bürgermeister Georg Ramge eine Versammlung der Pflichtfeuerwehr einberaumte. Die Tagesordnung hatte einen einzigen Punkt: -Gründung einer freiwilligen Feuerwehr-.

Es erklärten sich sofort eine stattliche Anzahl von Männern bereit um eine FFW zu gründen.

Im einzelnen:

Arras, Peter

Arras Wilhelm

Arras , Werner

Berg, Werner

Blumenschein, Leonhard

Buchheimer, Reinhold

Dorner, Ernst

Eckert, Fritz

Eckert, Heinz

Ehrhard, Leonhard

Fornoff, Adam (Karl-Neff-Straße)

Fornoff, Richard

Fornoff, Adam (Erbacher Straße)

Fornoff, Heinz

Giegerich, Leonhard

Götz, Willi

Groß, Emil

Gruber, Paul

Karl, Alfons

Knie, Ernst

Kredel, Georg

Müller, Helmut

Ramge, Georg

Reeg, Walther

Reeg, Willi

Röder, Günther

Schäfer, Heinrich

Schmitt, Werner

Trautmann, Heinrich

Walter, Heinz

Vetter, Heinrich

Somit war die FFW- Nieder-Kainsbach gegründet. Als Kommandant wurde Wilhelm Arras, der auch diesen Posten bei der „Pflichtfeuerwehr“ ausfüllte, gewählt. Das Amt des Stellvertreters übernahm Fornoff, Richard. An Löschgeräten standen 1 Saug- und Druckpumpe, 1 Hydranten- „Karren“, einige Meter Schlauchmaterial in sehr schlechtem Zustand, Leitern – darunter mürbe Holzleitern- und einige altertümliche Feuerwehrhaken, zur Verfügung.  

DAS Gerätehaus (Alte Schule, Borngasse) war ebenfalls, wie das Arbeitsgerät, in einem trostlosen und unwürdigen Zustand. Schädlingsbekämpfungsmittel, Pflastersteine, Ziegel und dergleichen waren hier gelagert. Alles Dinge, die in einem Feuerwehrgerätehaus nichts zu suchen haben. In einer Mitgliederversammlung am 22.02.1952 wurden 3 Löschgruppen eingeteilt und für jede Gruppe ein Gruppenführer bestellt.

Im zusammenhang der jetzt vorgenommen Übungen mit dem vorhandenen Gerätematerial wurde auch das Feuerwehrgerätehaus in Ordnung gebracht und hergerichtet. Es wurde nur grübt um die Gruppen zu erhalten und die Kameradschaft und den Feuerwehrgeist bei den Männern zu wecken bzw. zu erhalten. Finanziell war die FFW sehr arm. Die Pflichtfeuerwehr hatte keine Einnahmen durch Beiträge und dergleichen zu verzeichnen, auf die man zurückgreifen konnte. Von seiten der Gemeinde war auch nichts zu erwarten. Die Gemeindeväter hatten andere Sorgen und Probleme die Geld in Anspruch nahmen. So wares nicht möglich die alten Geräte beiseite zu rücken und durch neue zu ersetzen. Es musste weiterhin an den alten Geräten geübt werden in der Hoffnung auf bessere Zeiten. Um zu finanziellen Mitteln zu kommen wurden Tanzveranstaltungen und Bälle durchgeführt, sowie Mitglieder geworben, die durch ihre Beiträge – von den „Aktiven“ wurden 0,20 DM und von den „Passiven“ 0,50 DM monatlich erhoben – der jungen Wehr etwas Rückhalt gaben.

Als etwas Geld in der Kasse vorhanden war und die Wehrmänner unter Beweis gestellt hatten, dass sie nicht in den ersten Monaten nach der Gründung müde und faul waren, wurde auch von Seiten der Gemeinde etwas Geld bereit gestellt. Mit diesem Betrag wurde eine gebrauchte TS (aus dem 2. Weltkrieg) und etwas Schlauchmaterial angeschafft. 

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